Solarenergie für zu Hause – welche Möglichkeiten gibt es?

/, Kassel, Neue Technologie/Solarenergie für zu Hause – welche Möglichkeiten gibt es?

Solarenergie für zu Hause – welche Möglichkeiten gibt es?

Die üblichen Solarmodule auf den Dächern kennt jeder, doch die Technik entwickelt sich ständig weiter. Wie sehen die Module der Zukunft aus?

Welche Solarmodule gibt es?

Wir unterscheiden derzeit zwischen zwei unterschiedlichen Solarmodulen:
Photovoltaik-Module erzeugen Strom.
Solarthermie-Module erzeugen Wärme.

Modultypen:
– Monokristalline Module
sind relativ teuer, aber sehr effektiv und vor allem für kleinere Dachflächen geeignet, die Richtung Süden zeigen. Für Standorte, die extremem Wetter ausgesetzt sind, gibt es Glas-Glas-Module. Diese halten extremem Wind genauso Stand wie extremer UV-Einstrahlung.

– Polykristalline Module
sind preiswerter, weisen aber geringere Wirkungsgrade auf. Sie werden bei größeren Dachflächen eingesetzt.

Der Herstellungsprozess ist bei beiden Modularten relativ aufwendig. Auch weisen beide ein relativ großes Endgewicht auf. Dazu kommt: Bei hohen Temperaturen oder nicht optimaler Sonnenstrahlung büßen beide Arten Leistung ein.

– Dünnschichtmodule
sind sehr leicht und günstig, allerdings haben sie nur einen geringen Wirkungsgrad und sind daher nur für große Dachflächen geeignet. Dafür büßen sie bei hohen Temperaturen oder schlechten Lichtverhältnissen kaum Leistung ein.

– Röhrenförmige CIGS-Module
basieren auf Dünnschicht-Modulen und sind erst seit kurzem auf dem Markt. Der Hersteller verspricht, dass sie auch schwache Lichtverhältnisse gut ausnutzen, was vor allem im Winter für mehr Effizienz sorgt.

Solarmodule als Dachziegel
Normale Solarmodule werden auf den Dachziegeln verlegt. Eine bereits in die Dachziegel integrierte Photovoltaiktechnik ersetzt diese und ist bei einem hohen Wirkungsgrad auch 100% wetterfest. So eine Dacheindeckung ist auf allen Dächern aufgrund des geringeren Gewichts problemlos möglich. Im Brandfall schaltet sich die Anlage ab. Es lässt sich damit sowohl Strom durch Photovoltaik als auch Heizungswärme über thermische Energie produzieren.

Über die Photovoltaik Dachziegel von Tesla wird derzeit viel berichtet. Allerdings kann man dafür bisher nur online eine Bestellung hinterlegen: Um 930 Euro kann man sich bei Tesla als Kunde für diese Dachziegel anmelden, wie lange es allerdings dauert, bis diese in Deutschland auf den Markt kommen, steht noch nicht fest.

Ein Unternehmen aus Oberlangen/Niedersachsen stellt ebenfalls Photovoltaik-Module her, die wie ganz normale Dachziegel aussehen. Dadurch eignen sie sich nicht nur für Neubauten, sondern auch für Dachsanierungen oder denkmalgeschützte Gebäude. Dank einer Variabilität an Formen und Verlegearten können damit unterschiedliche Dachformen belegt werden. Wer seine Fassade für Solarenergie nutzen möchte, kann von diesem Unternehmen auch Fassadenplatten in unterschiedlichen Designs bekommen.

Ein weiteres Unternehmen in Landsberg am Lech baut ebenfalls innovative Photovoltaik-, thermische Solaranlagen und die zugehörigen Anwendungstechniken. Neben farbigen Modulen sind auch transparente oder semitransparente PV-Module erhältlich. Damit können auch Wintergärten oder bunte Glasfassaden für Solarenergie genutzt werden.

Ein Trend ist sicher: Die Kosten der Stromspeicher für Photovoltaik-Anlagen sinken weiter. Damit bewegen sich die Kosten für selbst erzeugte und gespeicherte kWh erstmals unter die Kosten für Haushaltsstrom von Energieunternehmen. Einen Batteriespeicher für ein Einfamilienheim kann man mittlerweile recht kostengünstig erwerben, die Kosten für Dächer, die Solarenergie nutzen, sind von der jeweiligen Modulart und der Größe der Dach- bzw. Fassadenfläche abhängig.

Auch immer mehr Mieter möchten ihren Strom selbst erzeugen – wenn schon nicht vollständig, dann zumindest teilweise. Hier helfen sogenannte „Balkon-Solaranlagen“. Diese Stecker-Solar-Module kann man für ein paar Hundert Euro erwerben. Sie dürfen zwar eine Leistung von 600 Watt nicht überschreiten, eignen sich aber wunderbar zur Montage auf dem eigenen Balkon. Da diese Module über einen eigenen Netz- und Anlagenschutz verfügen, können sie direkt an das eigene Stromnetz angeschlossen werden. Das Material zur Anbringung ist allerdings nicht immer enthalten, hier sollte man kurz beim Hersteller nachfragen.
Möglich ist es auch, solche „Plug-in-Anlagen“ mit Stromspeichern zu verbinden. Dann kann ein noch größerer Teil des selbst erzeugten Stroms genutzt werden. Mieter sollten vorab klären, ob die Anbringung vom Vermieter auch erlaubt wird. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Module über ein DSG-Siegel verfügen, damit sichergestellt ist, dass diese den geltenden Normen entsprechen.

Mehr zum Thema Solaranlagen:
https://www.solaranlagen-portal.com/solar/lohnt-sich-eine-solaranlage
https://www.solardachziegel-solteq.com/
https://www.solar-heisse.de/
https://www.pv-magazine.de/2018/03/16/neue-marktuebersicht-zu-stecker-solar-geraeten/
http://www.pvplug.de/

2018-11-28T16:07:06+00:00

Hinterlasse ein Kommentar