Volle Fahrt mit grünem Strom

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Volle Fahrt mit grünem Strom

Von kommunalen Nutzfahrzeugen bis zu Solarzellen-Autos – Elektrofahrzeuge sind ist im (Wieder-)Kommen.

Im Verkehrssektor gibt es eine Reihe vielversprechender Ansätze, um CO2-Emissionen zu vermeiden. Einer der wichtigsten sind Elektroautos, die mit Ökostrom betrieben werden können. Vielversprechend ist dies nicht zuletzt für Hausbesitzer, denn sie können so ihre Autos mit dem Strom vom eigenen Solardach speisen. Ferner bauen Verkehrsbetriebe von Kommunen zunehmend öffentliche Ladenetze auf.

Und gerade Kommunen selbst gehen ebenfalls mit gutem Beispiel voran und stellen ihre Fuhrparks so weit wie möglich auf Elektrofahrzeuge um. Allerdings gibt es dabei eine Herausforderung: Kommunale Nutzfahrzeuge wie Schneepflüge, Kehrmaschinen für die Straßenreinigung und Fahrzeuge für die Grünflächen- und Landschaftspflege mit Elektroantrieb sind bislang kaum auf dem Markt verfügbar. An einer Abhilfe arbeiten Wissenschaftler der Technischen Hochschule Mittelhessen: Gemeinsam mit zwei
Partnerunternehmen sind sie dabei, ein multifunktionales Nutzfahrzeug mit rein elektrischem Antrieb auszurüsten. Um Gewicht zu sparen, wird dieses in Leichtbauweise ausgeführt. Das ist sehr wichtig: Die Batterien für den Antrieb von Nutzfahrzeugen können bis zu einer halben Tonne wiegen. Innerhalb der kommenden zwei Jahre wird ein technisches Muster gebaut und in Ortenberg im Regierungsbezirk Darmstadt erprobt. Anschließend sollen ein Prototyp und ein Serienfahrzeug entwickelt werden. Das Land Hessen unterstützt das Vorhaben im Rahmen seines Förderprogramms „Elektromobilität in Hessen“.

Unterdessen entwickelt ein Start-up in München ein Elektroauto, dessen Karosserie mit Solarzellen überzogen ist. Diese haben eine Gesamtleistung von rund 1.200 Watt, also ungefähr so viel wie ein Mikrowellenherd. Der Motor hat eine Leistung von 80 Kilowatt, was der Leistung eines kleineren Mittelklassewagens entspricht. In Serienfertigung gehen, soll das Fahrzeug im Jahr 2019.

Im Zuge der Elektrifizierung des Straßenverkehrs könnte auch ein altbekanntes Fahrzeug wieder zu Ehren kommen: der Oberleitungsbus (O-Bus), der ähnlich wie eine Straßenbahn über eine Oberleitung mit Strom versorgt wird. Aus Gründen der Klimafreundlichkeit sollte dazu Ökostrom verwendet werden. Die ersten OBusse gab es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. In Deutschland sind OBusse in Eberswald, Esslingen und Solingen im Einsatz.

Um auch den Güterverkehr umweltfreundlicher zu machen, gibt es ab 2019 auf einer Teststrecke der A5 zwischen Langen/Mörfelden und Weiterstadt einen dreijährigen Feldversuch. Hier wurden Oberleitungen für LKWs installiert. Während die LKWs daran angedockt sind, lädt sich ihre Batterie auf, die sie außerhalb der Strecke mit Strom versorgt. Die Teststrecke wurde ausgewählt, weil hier der Flughafen Frankfurt mit einem Güterverteilzentrum in Darmstadt verbunden wird. Weitere solche Teststrecken sind auf der A1 bei Lübeck und auf einer Bundesstraße in Baden-Württemberg geplant. Gesenkt würde dadurch auch die Lärmbelastung, denn LKWs mit Oberleitungen sind auch leiser.

Mehr Infos:
https://www.munich-startup.de/ecosystem/sono-motors
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/a5-wird-zum-elektro-highway-fuer-lastwagen-umgebaut,oberleitung-lkw-104.html

2018-11-20T16:41:28+00:00

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