Was ist eigentlich ein „Lastprofil“?

/Was ist eigentlich ein „Lastprofil“?

Was ist eigentlich ein „Lastprofil“?

Als Lastprofil wird der zeitliche Verlauf des Strom-, Erdgas- und Wärmeverbrauchs von Verbrauchern bezeichnet. Der Verbrauch ist zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedlich hoch. Wird in einem Haushalt mit Strom gekocht, ist der Bedarf beispielsweise am Morgen und am Abend eher hoch – wegen der Zubereitung des Frühhstücks und des Abendessens. Abends fällt üblicherweise auch zusätzlicher Stromverbrauch an – etwa fürs Fernsehen. Untertags ist der Verbrauch dagegen meist eher niedrig, weil die Haushaltsmitglieder entweder bei der Arbeit, in der Schule oder sonst irgendwie unterwegs sind.

Der Verbrauch von Strom, Erdgas und Wärme verändert sich aber nicht nur im Tagesverlauf, sondern auch im Lauf des Jahres. Im Winter wird mehr Erdgas und (Fern-)Wärme zum Heizen benötigt. Auch der Strombedarf kann höher sein als im Sommer, weil es länger dunkel ist und daher daher verstärkt elektrisches Licht genutzt wird.

Weil das Verbrauchsverhalten bei den meisten Haushalten sehr ähnlich verläuft, haben die Energieunternehmen sogenannte „Standardlastprofile“ erstellt. Sie bilden den „durchschnittlichen“ Verlauf des Verbrauchs ab und dienen auch heute noch als Grundlage für die Strom- und Gasrechnungen. Mit der Einführung intellingenter, zertifizierter Messsysteme im Strombereich dürfte sich das in den nächsten Jahrzehnten ändern, mit Vorteilen für den Stromkunden: In Zukunft wird es auch sogenannte „zeitvariable“ Strompreise geben. Wer seinen Strom zu Zeiten verbraucht, zu denen der Preis niedriger ist, hat die Möglichkeit zu sparen.

2018-12-12T10:24:26+00:00

Hinterlasse ein Kommentar