Was ist eigentlich ein „Smart Grid“?

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Was ist eigentlich ein „Smart Grid“?

Ein Smart Grid ist ein „intelligentes“ Stromnetz.

Es ist üblicherweise mit digitalen Messgeräten ausgestattet, die den Stromverbrauch und die Stromerzeugung jederzeit genau erfassen. Das ist notwendig, weil immer mehr Strom mit vielen kleinen Anlagen erzeugt wird statt mit wenigen großen Kraftwerken.

Als „Prosumenten“ erzeugen auch Bürgerinnen und Bürger zunehmend selbst Strom. Hinzu kommt: Die Kleinanlagen nutzen zur Stromerzeugung meistens erneuerbare Energien, etwa die Windkraft und die Sonnenstrahlung (Link zum Begriff „Ökostrom“). Somit wird die Erzeugung stärker vom Wetter abhängig und kann erheblich schwanken. Das kann das Stromnetz belasten und in Extremfällen seinen sicheren Betrieb gefährden. Denn es kann zu viel oder zu wenig Strom erzeugt werden, um den momentanen Bedarf zu decken. Wird zu viel Strom erzeugt, müssen im schlimmsten Fall Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien abgeschaltet werden. Wird zu wenig Strom erzeugt, müssen Kohle- oder Gaskraftwerke hochgefahren werden.

Der Betreiber des Stromnetzes muss deshalb möglichst genau wissen, wo gerade wie viel Strom erzeugt und verbraucht wird. Diese Informationen liefern ihm die digitalen Messgeräte im Netz. Sie machen das Netz zum „Smart Grid“ und erleichtern dem Netzbetreiber damit, die Stromerzeugung und den Stromverbrauch auszugleichen.

„Smart Grids“ helfen also, die erneuerbaren Energien besser zu nutzen. Sie sind daher wichtig für den ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Klimaschutz. Außerdem erleichtern sie den Bürgerinnen und Bürgern, selbst an der Energiewende teilzunehmen.

2018-11-20T10:44:36+00:00

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