Was ist eigentlich „Power-to-Heat“?

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Was ist eigentlich „Power-to-Heat“?

Power-to-Heat (P-t-H bzw. P2H) bedeutet, unter Einsatz elektrischen Stroms Wärme zu erzeugen, die beispielsweise zum Heizen oder zur Warmwasserbereitstellung genutzt werden kann.

Mit Strom aus erneuerbaren Energien (Ökostrom) kann das ohne CO2-Emissionen erfolgen. Das ist sehr wichtig, weil auf das Heizen von Gebäuden etwa 28 Prozent des deutschen Energiebedarfs entfallen und auf die Erzeugung von Warmwasser für Haushalte etwa weitere fünf Prozent. Die „Wärmewende“ ist also ein unverzichtbarer Teil der Energiewende.

Technisch gesehen wird P-t-H in Privathaushalten oftmals mittels Wärmepumpen umgesetzt. Großtechnisch, also etwa in Fernwärmenetzen, kommen oft Elektrodenkessel zur Verwendung. Sie funktionieren im Wesentlichen wie Tauchsieder, die Wasser mit Strom zum Kochen bringen. Einer der Vorteile dabei ist, dass das erwärmte Wasser über Monate hinweg auf ziemlich konstanter Temperatur gehalten werden kann. Somit ist es möglich, mit überschüssigem Strom im Sommer Wärme zu erzeugen und diese im Winter zu nutzen. Das spart fossile Brennstoffe wie Erdgas, Erdöl und Kohle.

P-t-H ist folglich eine wesentliche Art der Sektorkopplung: Der Strom- und der Wärmesektor werden miteinander verbunden. Das macht die Energieversorgung insgesamt effizienter und klimaverträglicher.

Mehr zum Thema Sektorkopplung findest Du hier.

2018-11-21T10:58:27+00:00

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