Die Bewegung Fridays for Future hat Millionen von Kindern und Jugendlichen für den Klimaschutz mobilisiert. Die Schwedin Greta Thunberg erreicht mit ihren Posts in sozialen Netzwerke und ihren Reden wie vor der UN-Klimakonferenz in Kattowitz junge Menschen auf der ganzen Welt. Bei einzelnen Workshops mit Klimawissenschaftlern informieren sich Kinder und Jugendliche mit großem Lerneifer über die Ursachen der Klimakatastrophe und Wege, sie zu verhindern. Das Interesse an altersgerechten Informationen zum Klimawandel ist also stark gestiegen.

Für Einsteiger ins Thema Klimawandel ist das Medienangebot für Jugendliche natürlich weit größer, aber auch für Kinder gibt es Informationsangebote. Was Klima eigentlich ist und wie es der Mensch verändert, erklärt die Bundeszentrale für politische Bildung kindgerecht in ihrem Angebot „Hani Sauland“. Das Spezial zum Klimaschutz hält Erklärvideos bereit und zeigt Kindern auch, was sie selbst gegen den Klimawandel tun können.

Illustrierte Kinderbücher hat das Umweltbundesamt produziert. Zu finden sind sie im Publikationsbereich in den Reihen Kinderbuch und Unterrichtsmaterialien. Im Buch „An den Polen der Welt“ reisen Leo und Polly zum Beispiel in das ewige Eis und treffen auf bedrohte Tierarten. Die Materialien sind auch zum kostenlosen Download verfügbar.

Der KiKa von ARD und ZDF behandelt Klimathemen häufig in seiner Sendung „Erde an Zukunft“. Moderator Felix interviewt beispielsweise Experten zu Möglichkeiten, CO2 zu speichern oder fährt selbst auf einen Gletscher, um das Schmelzen der Eismassen vor Ort zu zeigen.

Für Erzieherinnen und Erzieher hat das vom Bundesumweltministerium geförderte „Klima-Kita-Netzwerk“ Weiterbildungsangebote zur frühkindlichen Bildung entwickelt. Kita-Gruppen können sich dort auch an bundesweiten Aktionswochen und Wettbewerben beteiligen.

Lokale Bildungsinitiativen und Aktionsgruppen listet das „Portal zur Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auf. Auf einer Karte lassen sich mit Filtern beispielsweise nahe gelegene Akteure aus den Bildungsbereichen Schule oder frühkindliche Bildung finden. Das Portal ist das zentrale Angebot der Deutschen Unesco-Kommission in diesem Bereich.

Für Jugendliche gehen die Informationsangebote fließend in den Erwachsenenbereich über. Einen lebendigen Einstieg vermittelt aber beispielsweise das „Fluter-Heft“ zum Klimawandel. Das Magazin wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) herausgegeben und verpackt gesellschaftlich relevante Themen in anschaulichen Geschichten. Einen Fundus an wissenschaftlich fundierten Informationen bietet das bpb-Dossier zum Klimawandel, das in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie entstand. Die Artikel eignen sich beispielsweise als Einstieg in die Auseinandersetzung mit den Berichten des Weltklimarates und als Orientierung in Sachen Klimapolitik.

Unterhaltsam und anspruchsvoll zugleich ist das Online-Spiel „Keep Cool“. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Politikern und bauen eine Stadt auf. Dabei müssen sie sich zwischen verschiedenen Varianten zur Energieversorgung entscheiden und die Verantwortung für die Folgen übernehmen. Über eine Community können Teams miteinander interagieren und für Lernbegierige gibt es spezielles Hintergrundmaterial.

Wie sich der Klimawandel in Deutschland auswirkt, zeigt das Multimedia-Portal „Klimafolgen Online“. Es lässt sich beispielsweise verfolgen, wie sich Waldbrandgefahr und Ernten seit 1900 entwickelt haben und wie die Prognosen für die Zeit bis 2100 aussehen.

Weitere Infos:
Rede von Greta Thunberg bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz
– Politische Forderungen von Fridays for Future Germany
– RTL-Bericht zu Klimaprotesten in den Schulferien
– Artikel von Spiegel Online zur Petition von Parents for Future
– ZDF-Beitrag zum Phänomen der Flugscham
Energiezukunft aus der Box – (am Beispiel Ebersberger Kampagnentag)
– Interview zum Klimanotstand in Konstanz