Smart Meter – Warum intelligente Messgeräte unsere Energiezukunft sichern

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Smart Meter – Warum intelligente Messgeräte unsere Energiezukunft sichern

Netzbetreiber müssen dafür sorgen, dass jederzeit gleich viel Strom ins Netz eingespeist und aus diesem
bezogen wird. Bei einer Vielzahl „kleiner“ Erzeuger (Prosumenten) benötigen Netzbetreiber genaue Daten,
wo in ihrem Netz gerade wie viel Strom erzeugt und benötigt wird. Daten zur gegenwärtigen Stromerzeugung und -verbrauch können die Netzbetreiber mittels sogenannter intelligenter Messsysteme ermitteln. Auf diese Weise wird es überhaupt erst möglich, vorhandene Potentiale netzdienlich einzusetzen und mögliche Engpässe zu vermeiden.

Was sind Smart Meter?

Smart Meter sind digitale Stromzähler, die mit einem Gerät zur Datenübertragung (Smart-Meter-Gateway)
verbunden und damit an ein Telekommunikationsnetz angeschlossen sind. Sie werden auch als „intelligente
Messsysteme“ bezeichnet. Üblicherweise senden sie einmal pro Jahr die verschlüsselten und zusammengerechneten Verbrauchsdaten an den Stromnetzbetreiber oder den Messstellenbetreiber (Unternehmen, das für den Betrieb der Smart Meter und der Gateways zuständig ist). Nur, wenn der Stromkunde das ausdrücklich erlaubt, werden die Daten in kürzeren Zeiträumen übertragen. Der kürzestmögliche Zeitraum ist eine Viertelstunde.

Smart Meter ohne angeschlossenes Gateway heißen „moderne Messeinrichtungen“. Sie können die Verbrauchsdaten erfassen und speichern, diese aber nicht verschlüsseln und senden. Auch ist es nicht möglich, sie aus der Ferne abzulesen oder ein- und auszuschalten. Wie die bisher üblichen Stromzähler („Ferraris-Zähler“, benannt nach dem italienischen Physiker Galileo Ferraris) werden sie einmal jährlich vom Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber abgelesen.

Sowohl bei „intelligenten Messsystemen“ als auch bei „modernen Messeinrichtungen“ können Kunden selbst ihren Verbrauch jederzeit ablesen. Anders als bei Ferrariszählern haben sie aber auch Zugriff auf ihre zusammengerechneten Verbrauchsdaten. Sie können damit zeitnah sehen, wie viel Strom sie beispielsweise an einem Tag oder in einer Woche verbrauchen. Das kann dabei helfen, den eigenen Verbrauch besser im Blick zu haben und damit unnötigen Verbrauch zu vermeiden. So lassen sich die Stromkosten senken.

Speziell „intelligente Messsysteme“ bieten den Kunden eine Reihe von Vorteilen. Weil mit ihnen die Fernauslesung des Stromverbrauchs möglich ist, entfallen die Kosten für die Ablesung vor Ort. Außerdem
können über sie Dienstleistungen wie etwa Smart-Home-Anwendungen angeboten werden. Für „Prosumenten“, die selbst Strom erzeugen, sind „intelligente Messsysteme“ hilfreich. Denn sie messen nicht nur, wie viel Strom ein „Prosument“ über das öffentliche Netz bezieht, sondern auch, wie viel Strom er ins Netz einspeist.

Eingebaut werden die „intelligenten Messsysteme“ bis 2032. Haushaltskunden, die weniger als 10.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr verbrauchen, erhalten sie ab 2020. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt benötigt etwa 3.500 kWh pro Jahr. Um die Sicherheit der Systeme und der Daten muss sich übrigens niemand Sorgen zu machen: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
(BSI) hat dafür Standards entwickelt, die als die strengsten der Welt gelten.

Mehr zum Thema findest Du hier:
Infos des BMWI
Infos der Bundesnetzagentur
Infos des Bundesamtes für Sicherheit
Infos der Deutschen Energie-Agentur
Infos der Verbraucherzentrale

2018-12-20T13:16:32+00:00

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