München

München2018-10-31T17:44:16+00:00

Intelligente Wärme für München

Auch in München wird die Energiewende stetig vorangetrieben. Die SWM gestaltet sie durch eine intelligente Wärmeversorgung maßgeblich mit. Dabei wird Energie in Sektoren gekoppelt und im Verbund optimiert. Wie das genau funktioniert und wie Du vielleicht auch selbst davon profitieren kannst, erfährst Du hier.

Das C/sells-Demoprojekt „Intelligente Wärme München“ der Stadtwerke München befindet sich im Stadtteil München Pasing. Im Zuge des Projektes testen die Stadtwerke, wie viel Speicherpotential in Nachtspeicheröfen steckt, die in Münchner Mehrfamilienhäusern sehr häufig verwendet werden. In Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage werden die Ladezeiten der Speicher in die Sonnenstunden des Tages verschoben. Dies ermöglicht, die Speicher auch tagsüber beladen zu können und damit eine mögliche Verbesserung des Wärmekomforts zu bieten. Zusätzlich prüfen die Stadtwerke damit die Speicherungspotentiale von Power-to-Heat Anlagen. Technologien wie diese könnten zukünftig zur Speicherung dienen, wenn Energieerzeugung gerade höher ist, als der tatsächliche Bedarf (z. B. bei Windrädern oder Sonnenenergie).

Bayerns Landeshauptstadt setzt bei ihrem Ziel, die CO2-Emissionen um 98 Prozent zu senken, auf die Leitlinie „Ökologie, Klimawandel und Klimaschutz“. Sie ist der Rahmen für die konkreten Maßnahmen im „Integrierten Handlungsprogramm Klimaschutz in München (IHKM)“. Laut der Leitlinie „Ökologie, Klimawandel und Klimaschutz“ bündelt und stärkt das IHKM „die Klimaschutzaktivitäten der Referate und der städtischen Beteiligungsgesellschaften durch die Entwicklung und Fortschreibung konkreter Maßnahmenpakete“. Vorgesehen ist unter anderem, den CO2-Ausstoß pro Einwohner bis 2030 im Vergleich zu 1990 zu halbieren sowie die CO2-Emissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu senken. Das IHKM wurde seither mehrmals weiterentwickelt. Zuletzt erfolgte das im Juni 2017. Dabei stützte sich der Stadtrat auf ein Fachgutachten des Öko-Instituts e.V. mit dem Titel „Klimaschutzziel und -strategie München 2050“. In diesem Gutachten wird auf das Ziel der Bundesregierung Bezug genommen, die CO2-Emissionen in Deutschland bis 2050 gegenüber 1990 um 95 Prozent zu senken. Wenn dieses Ziel auf München umgelegt wird, muss die bayrische Landeshauptstadt ihre CO2-Emissionen um 98 Prozent vermindern.

Laut dem Fachgutachten sollte sich München an dem Ziel der Bundesregierung orientieren und die sogenannte „Klimaneutralität“ anstreben. Klimaneutralität bedeutet, so wenig CO2 zu emittieren wie möglich und die unvermeidbaren Emissionen auszugleichen. Der Ausgleich kann erfolgen, indem Klimaschutzprojekte auch außerhalb der eigenen Gemeinde gefördert werden. In einem Beschluss von Ende Juli 2017 übernahm der Stadtrat die Vorschläge des Fachgutachtens. Beschlossen wurde außerdem, alle drei Jahre Maßnahmenpakete zu entwickeln, um die Ziele für 2030 und 2050 zu erreichen. Die Maßnahmen werden regelmäßig auf ihre Wirksamkeit geprüft und, wenn notwendig, angepasst. Geplant ist unter anderem, dass die Stadtwerke München (SWM) ab 2025 genug Ökostrom erzeugen, um den gesamten Strombedarf in der Stadt zu decken. Das erfolgt im Zuge des „Leitprojekts 100 % Ökostrom für München“ . Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Wasserkraftwerke der SWM, aber auch Solaranlagen sowie Windparks außerhalb der Stadt. Ferner möchte München ab 2040 seinen gesamten Bedarf an Fernwärme mit erneuerbaren Energien decken. Deshalb arbeiten die SWM daran, die Erdwärme (Geothermie) im Raum München zu erschließen. Um Gebäude energieeffienter zu machen, entwickelte die Stadt den „Münchner Qualitätsstandard“ mit Tipps zum Sanieren und Bauen von Wohnhäuser. Unterstützt werden die Bürgerinnen und Bürger dabei mit dem Förderprogramm Energieeinsparung (FES). Im Verkehrsbereich setzt München auf das Konzept „kurzer Wege“, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können. Auch die Angebote im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel werden laufend verbessert.

Ferner lädt München die Bürgerinnen und Bürger ein, selbst aktiv zu werden. In Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und Umweltorganisation bietet die Stadt deshalb Informationen über Klimawandel und Klimaschutz an.

Auch das Demonstrationsprojekt „Intelligente Wärme München“ der SWM dient dazu, den CO2-Ausstoß im Stadtgebiet nachhaltig zu senken. Dabei werden rund 1.000 Geräte wie Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen sowie Photovoltaik- und Windkraftanlagen durch moderne Mess- und Steuertechnik miteinander verbunden. Das erlaubt, Strom aus erneuerbaren Energien für Heizung und Warmwassererzeugung zu nutzen.

Mehr Infos:

Bei unserem C/sells-Partner vor Ort, den Stadtwerke München GmbH, kannst Du Dich persönlich zum Thema Energieeffizienz beraten lassen. Vereinbare einen Termin und besuche uns:
Montag bis Donnerstag von 10.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 15.00 Uhr
Freitag von 9.00 bis 14.00 Uhr

SWM Zentrale
Emmy-Noether-Straße
80992 München
Zimmer D0.24
Telefon: +49 800 796 796 0

E-Mail: energieberatung@swm.de
Webseite: www.swm.de/privatkunden/kundenservice/energieberatung

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